Neurodivergenz verstehen und begleiten
Manche Kinder erleben die Welt intensiver, schneller und oft auch widersprüchlicher als andere.
Kinder mit ADHS, im Autismus-Spektrum oder mit anderen neurodivergenten Besonderheiten bringen eine eigene Art mit, zu denken, zu fühlen und wahrzunehmen.
Diese Kinder sind nicht „falsch“ oder „zu viel“.
Sie sind oft besonders feinfühlig, kreativ, gerechtigkeitsliebend, tiefgründig und voller Potenzial – und gleichzeitig in einem Alltag unterwegs, der selten auf ihre Art zu sein ausgerichtet ist. Genau hier setze ich mit meiner Arbeit an.
Begleitung statt Anpassung
Mir geht es nicht darum, Kinder in ein starres System zu pressen oder sie „funktionieren“ zu lassen. Vielmehr begleite ich sie dabei, sich selbst besser zu verstehen, ihre Stärken zu entdecken und Wege zu finden, mit Herausforderungen im Alltag und in der Schule umzugehen.
Viele neurodivergente Kinder erleben:
- schnelle Überforderung
- Reizüberlastung
- emotionale Ausbrüche oder Rückzug
- Unsicherheit im sozialen Miteinander
- das Gefühl, „anders“ zu sein
- wachsenden Schulstress oder Selbstzweifel
Gleichzeitig tragen sie oft eine enorme innere Stärke in sich, die jedoch im Alltag leicht überdeckt wird.
In der Begleitung entsteht ein geschützter Raum, in dem Kinder erfahren dürfen:
So wie ich bin, bin ich richtig.
Ich darf mich verstehen lernen.
Ich darf meinen eigenen Weg finden.
Stärken sehen und Selbstverständnis entwickeln
Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit ist es, gemeinsam mit den Kindern ihre eigenen Stärken sichtbar zu machen.
Wenn Kinder beginnen zu verstehen, wie sie denken, fühlen und wahrnehmen, verändert sich ihr Blick auf sich selbst – und damit auch ihr Umgang mit Herausforderungen.
Ziel ist nicht Perfektion, sondern:
- mehr Selbstsicherheit
- ein wachsendes Selbstwertgefühl
- Strategien im Umgang mit Stress und Anforderungen
- Verständnis für die eigenen Bedürfnisse
- ein stabilerer Umgang mit Schule und Alltag
- Begleitung für das gesamte Umfeld
Neurodivergenz betrifft nie nur das Kind allein.
Auch Eltern, Geschwister und Schule stehen häufig vor vielen Fragen und Unsicherheiten.
Deshalb beziehe ich das Umfeld auf Wunsch mit ein und unterstütze dabei:
- das Kind besser zu verstehen
- Druck aus dem Alltag zu nehmen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
- Zusammenarbeit mit Schule zu erleichtern
- realistische und stärkende Wege zu finden
Gemeinsam entsteht so ein Rahmen, in dem Entwicklung möglich wird – nicht durch Druck, sondern durch Verständnis, Struktur und Vertrauen.